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Tai Tai Life -oder was Cora den ganzen Tag so treibt

Liebe Leser,

jetzt habt ihr hier echt schon lange keinen neuen Input mehr zu lesen bekommen–
Sorry! Nach einem schönen langen Urlaub in der Heimat sind wir jetzt aber wieder
zurück und machen endlich mit dem Bloggen weiter!

Heute (26.09.2014) sind wir übrigens genau ein halbes Jahr in China
- krass wie schnell 6 Monate vergehen...

Zu Beginn zeig ich Euch hier noch Bilder von dem Compound in dem wir wohnen.
Zum letzten Feiertag im September wurden nämlich wieder die schönen Lampions
aufgehängt und nachts erstrahlt das „Grace Residence“ nun in deren Licht.
Das musste ich einfach mal festhalten:

Und in diesem Gebäude wohnen wir. Unsere Wohnung liegt im 6. Stock auf
der rechten Seite (siehe dezenter roter Pfeil):


 

Die am Häufigsten gestellte Frage an mich lautet: Was machst’n da den ganzen Tag?
Da will ich jetzt mal ein bissl drauf eingehen:

Also: meine korrekte „Berufsbezeichnung“ lautet jetzt „Tai Tai“ – das ist das
chinesische Wort für Ehefrau. Stellenbeschreibung: neben dem Sauberhalten der
Wohnung und der Beschaffung von Lebensmitteln, sowie deren Zubereitung (ohne
Mampf, kein Kampf
), bin ich für unsere sozialen Kontakte zuständig. Außerdem
gehören die Wochenendplanung, das Downloaden unserer Auswahl des deutschen
Fernsehprogramms via Online TV-Recorder und unsere Reiseplanungen zu meinem
Arbeitsbereich.

Solche Tai Tai’s wie mich gibt’s hier ganz viele. Ein gängiger Beruf unter den
Expat-Frauen. So kommt es, dass diese sich zusammen gerottet haben und die
Expat Association Suzhou (EAS) gegründet haben.

Der Verein ist Anlaufstelle für alle, die Kontakt zu anderen Expats in Suzhou suchen.
Es gibt verschiedene Gruppen, Aktivitäten und Veranstaltungen, sowie ab und zu
Ausflüge zu den näher gelegenen Sehenswürdigkeiten. Außerdem engagieren sie sich
für gute Zwecke und veranstalten Charity-Events.

Nachdem ich einmal bei so nem Kaffeeklatsch war, hab ich direkt ne Menge netter
Leute kennen gelernt und es wurden gleich Verabredungen getroffen und Nummern
ausgetauscht– von da an füllte sich mein Terminkalender stetig. Böse Zungen, wie
die meines Göttergatten, nennen uns „Desperate Housewifes“ – ein bisschen
stimmts ja auch :-).

Im Mai war ich das erste Mal bei einem Ausflug dabei. Da gings in die
Zhouzuang Wasserstadt. Voll schön da! Ein bisschen wie Venedig in China:

 

Und gestern waren wir am Tai See im Westen Suzhous. Der Tai Hu (Hu = See)
ist mit 2.250 km² der drittgrößte Süßwassersee Chinas und damit rund 4 Mal so
groß wie der Bodensee.

Darin gibt’s eine Insel mit 3 Bergen (Upgrade zu der Insel aus der Augsburger Puppenkiste),
die wir uns mal angeschaut haben. Auf einen der „Berge“ – Älbler würden eher Hügel
sagen – sind wir dann auch rauf gelaufen. Auf dem Weg nach oben kamen wir an
diesem hübschen Fleckchen vorbei.


Und oben angelangt belohnte uns die schöne Aussicht:

Nach einem guten chinesischen Mittagessen haben wir uns die Insel noch ein
bisschen genauer angesehen und eine Art Freilichtmuseum mit alten chinesischen
Geschäftshäusern besucht. Schade, dass alles schon relativ stark verfallen ist.

Bild des Tages wird aber das Folgende:

Dieses  Hündchen hat mich – wie nicht anders zu erwarten – total verzückt. Es saß da inmitten des Obststandes und hat auf alles aufgepasst. Süß, gell?! Eine ausgeklügelte Marketingstrategie des Obststandbesitzers, denn sowas zieht natürlich Leute an – zumindest Tai Tais :-)

26.9.14 09:54, kommentieren